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Patienteninfo

Pille & Verhütungsschutz

"Pille" erhöht das Krebsrisiko nicht

"Pille" erhöht das Krebsrisiko nicht

Im Gegenteil: Die Ergebnisse einer groß angelegten britischen Beobachtungsstudie zeigten eine Reduzierung des absoluten Krebsrisikos durch orale Kontrazeptiva.

 

Die Autoren der im Britisch Medical Journal (BMJ) veröffentlichen Arbeit werteten für ihre Untersuchung Daten der "Royal College of General Practitioners oral contraception study" aus, der bei Krebserkrankungen von Frauen erfasst wurden, die entweder zu irgendeinem Zeitpunkt orale Kontrazeptiva eingenommen oder nie auf diese Weise verhütet hatten. Weitere Einflussgrößen, die bei der Analyse berücksichtigt wurden, waren Alter, Rauchen, Parität, soziale Schicht und Hormonersatztherapie.

 

"Pillen"-Verwenderinnen hatten signifikant niedrigere Raten u.a. an Kolon- und Rektumkarzinomen sowie an Karzinomen im unklarer Lokalisation des Primärtumors und anderen Malignitäten . Mit der Dauer der oralen Kontrazeption nahm das Risiko für Korpus- und Ovarialkarzinome ab. Dieser positive Effekt hielt auch mehrere Jahre nach Absetzen der "Pille" noch an. Die Autoren weisen darauf hin, dass dieser Effekt nicht ohne Weiteres auf andere Länder übertragen werden kann, da die Einnahmemuster der "Pille" international ebenso variieren wie die Inzidenz verschiedener  Krebsarten.

 

Nach Info des British Medical Journal, Nov. 2007

Weniger Brustkrebs mit der Pille

Weniger Brustkrebs mit der Pille

Verhütung mit der Pille senkt das Brustkrebsrisiko. Dies gilt auch für Präparate mit niedriger Östrogendosis. Eine Gruppe um Professor Lothar A. Heinemann aus Berlin hat die Daten der noch laufenden Deutschen Kohortenstudie zur Frauengesundheit analysiert. Von den insgesamt 14 825 Frauen, die in der Studie untersucht wurden, verhüteten 12 519 Studienteilnehmerinnen mit der Pille. 210 Teilnehmerinnen aus dieser Gruppe gaben an, dass sie an einem Mamma-Ca erkrankt sind oder waren. Dagegen kommen auf 2306 Frauen, die keine Pille genommen hatten 98 mit Mamma-Ca. Das Risiko für eine Brustkrebserkrankung ist bei Frauen, die mit der Pille verhüten oder verhütet haben, um 40 % reduziert. Dabei ist die Dauer der Einnahme unerheblich. 

 

November 2005

Vergessen der Pille!

Vergessen der Pille!

Vergessen eines Dragees in Woche 1

  • Situation:
    Fehler nach der Pause verlängert hormonfreie Zeit, so dass völliges Ausreifen des Follikels und anschließende Ovulation möglich sind
    Achtung: Auch Geschlechtsverkehr vor dem Fehler kann zur Schwangerschaft führen, da Zervixschleimbarriere nocht nicht aufgebaut und Spermienpenetration möglich ist. 
  • Vorgehen:
    Für die nächsten 7 Tage nach dem Fehler zusätzliches Verhütungsmittel anwenden. Bei Verkehr vor dem Fehler kann dennoch Konzeption stattgefunden haben, bzw. stattifnden!

  

Vergessen eines Dragees in Woche 2 

 

  • Situation:
    Durch vorher mindestens 7-tägige Hormonanwendung ist Follikelwachstum soweit supprimiert, dass keine Ovulation stattfinden kann.
    Zervixschleimbarriere besteht. Spermienpenetration nicht möglich, so dass auch Verkehr vor dem Fehler ohne Auswirkung ist.
  • Vorgehen:
    Wurde die Pille vor dem Fehler korrekt eingenommen, besteht kein zwingender Grund, zusätzlich zu verhüten.

  

Vergessen eines Dragees in Woche 3 

 

  • Situation:
    Pause nach dem Fehler verlängert hormonfreie Zeit, so dass gegen Ende der Pause oder zu Beginn der nächsten Zykluspackung Ovulation möglich ist. Zervixschleimbarriere besteht. Spermienpenetration nicht möglich, so dass bei Verkehr direkt vor oder auch nach dem Fehler noch kein Risiko besteht.
  • Vorgehen:
    7-tägige Einnahmepause weglassen oder vorziehen (Tag des Fehlers= erster Tag der Pause), dann muss zu keiner Zeit zusätzlich verhütet werden.

 

12/2004

Schummeln mit Verhütungspflastern

Schummeln mit Verhütungspflastern

Laut Gynecol Tribune vom 22.3.2004 werden zur Zeit via Internet Verhütungspflaster der Marke Evra angeboten, welche aber keinen Wirkstoff enthalten und damit keinen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten. 

 

Die gefälschten Pflaster sind ohne Verfallsdatumsausdruck und ohne Chargen-Nummer. 

Gynecol Tribune


Nr.5/6, 23.3.2004

Mindert Rauchen den Effekt der Pille?

Mindert Rauchen den Effekt der Pille?

Das Risiko, trotz regelmäßiger Einnahme der Pille schwanger zu werden, ist bei Raucherinnen um das 7-fache höher als bei Nichtraucherinnen. Nikotin trägt wahrscheinlich dabei zum Abbau der in der Pille enthaltenen Hormone bei. 

 

Dr. Erling Dänemark

SMS-Service - kostenlos

SMS-Service - kostenlos

Erinnerung an die Einnahme der Pille über Handy. Sie geben Erinnerungsdatum und Uhrzeit ein, der Rest erfolgt automatisch. 

 

Die Internetadresse erhalten Sie an der Rezeption.

Johanniskraut schwächt Verhütungsschutz

Johanniskraut schwächt Verhütungsschutz

Johanniskraut steht seit längerem im Verdacht, die Wirkung oraler Kontrazeptiva zu schwächen. Eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift Clinical Pharmacology and Therapeutics erschienen ist, liefert hierzu neue Erklärungen: 

Die Autoren bestimmten die Zahl der Durchbruchblutungen sowohl während eines Johanniskraut-freien Zyklus als auch während der beiden folgenden Zyklen mit Johanniskrautpräparat. Unter der Einnahme des Johanniskrautextraktes traten bei sieben der 12 Frauen Durchbruchblutungen auf, im Kontrollzyklus geschah dies nur bei zwei Frauen. Johanniskraut scheint über das Cytochrom P450 3A4 im Darm den Abbau von Östrogen zu steigern und auf diese Weise die kontrazeptive Wirkung negativ zu beeinflussen. Frauen, die orale Kontrazeptiva und Johanniskrautpräparate einnehmen sollte nach Ansicht der Forscher daher empfohlen werden, zusätzlich mechanische Verhütungsmittel anzuwenden.

 

November 2005

Wie muß ich mich verhalten, wenn ich eine andere Pille nehmen möchte?

Wie muß ich mich verhalten, wenn ich eine andere Pille nehmen möchte?

Beim Umsetzen von einem höher dosiertem Präparat auf ein niedriger dosiertes sollte mit der Einnahme des neuen hormonalen Kontrazeptivums (HK) am ersten Tag der Hormonentzugsblutung begonnen werden. Alternativ dazu kann ohne jegliche Pause im Anschluss an die Einnahme des bisher angewendeten HK fortgefahren werden, da sonst die kontrazeptive Sicherheit reduziert wird. Wird anstelle eines Estrogen-Gestagen-Kombinationspräparates mit den Gestagenen Chlormadinonacetat, Norethisteronacetat oder Lynestrenol zu einem levonorgestrel-, gestoden- oder desogestrelhaltigen HK gewechselt, so kann die Einnahme im gewohnten Rythmus fortgesetzt werden, da diese HK die zwei- bis dreifache Ovulationshemmdosis der Gestagene enthalten. Beim Wechsel von einem niedrigdosierten HK zu einem höher dosierten beginnt die Einnahme des neuen HK nach dem üblichen siebentätigen einnahmefreien Intervall.

Zu den Präparaten fragen Sie ihren Frauenarzt.

Die Pille senkt Darmkrebsrisiko

Die Pille senkt Darmkrebsrisiko

Die Einnahme oraler Kontrazeptiva senkt das Risiko, im späteren Lebensalter an Tumoren des Dickdarmes zu erkranken. Besonders effektiv ist eine Verwendung von bis zu drei Jahren, so das Ergebnis einer amerikanischen Studie. 

 

In Deutschland stellt Darmkrebs sowohl hinsichtlich der Neuerkrankungen als auch der krankheitsbedingten Todesfälle die zweithäufigste Krebsform dar. Im Vergleich zu Männern der gleichen Altersgruppe haben Frauen ein deutlich geringeres Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken ? ein Phänomen, das mit einer entscheidenden Rolle weiblicher Geschlechtshormone beim Krankheitsgeschehen in Verbindung gebracht wird. Mögliche Mechanismen eines schützenden Effektes weiblicher Sexualhormone sind eine reduzierte Sekretion von Gallensäuren und eine hemmende Wirkung von Östrogenen auf die Entwicklung von Kolontumoren.

 

Praxis-News-Letter 2008-10 aus Gyn-news, Mai 2008

Die Pille schützt vor Ovarialkarzinom

Die Pille schützt vor Ovarialkarzinom

Orale Kontrazeptiva senken auch langfristig nach Absetzen das Risiko für Ovarialkarzinome. Dies ist das Ergebnis der bislang größten Metaanalyse zu diesem Thema.Die Krebsfälle wurden im mittleren Alter von 53 Jahren diagnostiziert. Je länger eine Frau orale Kontrazeptiva einnahm, umso deutlicher war die Reduktion des Ovarialkarzinomrisikos. Die Risikoreduktion hielt über 30 Jahre nach dem Absetzen der oralen Kontrazeption an, schwächte sich allerdings etwas ab. Pro 5 Jahre Einnahme betrug die proportionale Risikoreduktion 29%, wenn das orale Kontrazeptivum vor weniger als 10 Jahren abgesetzt wurde. Die Reduktion betrug immerhin noch 15%, wenn nach dem Absetzen zwischen 20 und 29 Jahren vergangen waren. Die beobachtete Risikoreduktion ist dabei unabhängig von ethnischer Herkunft, Bildungsniveau, Familienanamnese und anderen Faktoren.

 

Der zur Risikoreduktion führende Mechanismus ist nicht im Detail bekannt, mit Sicherheit aber durch die pillenbedingte ovarielle Suppression verursacht. Etwa 300 Millionen Frauen haben seit ihrer Einführung die Pille angewendet. Eine 10jährige Einnahme der Pille hat somit nach Aussage der Autoren weltweit ca. 200 000 Ovarialkarzinomfälle und 100 000 dadurch bedingte Todesfälle verhindert. 

 

Derzeit nehmen schätzungsweise über 100 Millionen Frauen die Pille ein. In den nächsten Jahrzehnten könnten so ca. 30 000 Ovarialkarzinomfälle jährlich vermieden werden.

 

Praxis-News-Letter 2008-07 Nach Info der Fachzeitschrift Lancet, Jan. 2008

Pille und Übergewicht

Pille und Übergewicht

In den Vereinigten Staaten waren im Jahre 2001  3,1 von 6,4 Millionen Schwangerschaften ungewollt. Ob Fettleibigkeit ein Grund für das Versagen von oralen Kontrazeptiva ist, haben nun US-Forscher untersucht.Das Körpergewicht der Frauen wurde nach einer Klassifikation des BMI eingeteilt. Nach Adjustierung der Gruppen hinsichtlich Alter, materiellem Status, ethnischer Herkunft, Einkommens-klasse, Schwangerschaftswunsch und Verhütungsmethoden konnte keine Verbindung zwischen dem Versagen der Kontrazeptiva und Übergewicht bzw. Adipositas gefunden werden.


Praxis-News-Letter 2008-08 Info d. American Jorunal of Epidemiology Advance Access Sept 2007

Kontrazeption und Übergewicht

Kontrazeption und Übergewicht

In den Vereinigten Staaten waren im Jahre 2001  3,1 von 6,4 Millionen Schwangerschaften ungewollt. Ob Fettleibigkeit ein Grund für das Versagen von oralen Kontrazeptiva ist,  haben nun US-amerikanische Forscher untersucht.

 

In einer retrospektiven Kohortenstudie, die auf den Daten einer zuvor erfolgen Studie des National Survey of Family Growth (NSFG) basierte, konnte die These, dass  starkes Übergewicht zum Versagen lokaler Kontrazeptiva führt, nicht bestätigt werden.

 

Das Körpergewicht der Frauen wurde nach einer, von der WHO-Vorgabe leicht abweichenden Klassifikation der BMI eingeteilt. Nach Adjustierung der Gruppen hinsichtlich Alter, materiellem Status, ethischer Herkunft, Einkommensklasse, Schwangerschaftswunsch und Verhütungsmethoden konnte keine Verbindung zwischen dem Versagen der Kontrazeptiva und Übergewicht bzw. Adipositas gefunden werden.

 

Nach Info des American Jornal of Epidemiology Advance Access

Sept. 2007

Wie wirkt das schwangerschaftsverhütende Hormonimplantat

Wie wirkt das schwangerschaftsverhütende Hormonimplantat

Implanon, ein knapp streichholzgroßes Kunsstoffstäbchen wird am Oberarm direkt unter die Haut implantiert. Es verhütet 3 Jahre eine Schwangerschaft. Schutz besteht bereits ab dem 1. Tag der Einlage.

 

Das Stäbchen enthält Etanogestrol, ein Gelbkörperhormon, welches den Eisprung unterdrückt und zusätzlich den Schleim am Gebärmutterhals verdickt. Die Veränderungen sind vollständig reversibel, die natürliche Östrogenproduktion wird nicht negativ beeinflusst. Nach Entfernen des Stäbchens können Sie sofort wieder schwanger werden.

Schwangerschaft

Fischverzehr in der Schwangerschaft mindert Allergierisiko des Kindes

Fischverzehr in der Schwangerschaft mindert Allergierisiko des Kindes

Eine Spanische Studie mit über 400 Teilnehmerinnen hat gezeigt, dass Kinder umso seltener an einer Allergie leiden, je mehr Fisch die Mütter während der Schwangerschaft gegessen haben. Das geringere Allergierisiko blieb bis ins Grundschulalter erhalten. So sank z.B. das Risiko für einen juckenden Ausschlag im ersten Lebensjahr um 37%, wenn die Mütter statt einer 2-3 Portionen Fisch pro Woche gegessen hatten. Das Risiko, mit 6 Jahren an einer beliebigen Allergie zu leiden, verringerte sich um 35%.

 

Kürzlich veröffentliche Ergebnisse der deutschen LISA-Studie mit mehr als 2.500 Kindern zeigen ebenfalls, dass sich die Häufigkeit des Auftretens eines allergischen Ekzems beim Kind bis zum Alter von 2 Jahren signifikant vermindert, wenn die Mutter in der Schwangerschaft häufig Fisch isst. 

Dafür sind vermutlich die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich: Sie wirken entzündungshemmend. Außerdem verändern sie die Aktivität einiger Immunzellen und dämpfen die allergiebeteiligte Immunantwort.

 

Die Ergebnisse wurden kürzlich von einer schwedischen Studie bestätigt. Hier nahmen die werdenden Mütter Fischöl-Präparate ein. Das Resultat war das gleiche: Auch ihre Kinder hatten später deutlich weniger Allergien als die Kontrollgruppe, deren Mütter lediglich Placebos bekamen.

 

aid infodienst Jan. 2008

Toxoplasmoseinfektionen in der Schwangerschaft

Toxoplasmoseinfektionen in der Schwangerschaft

Toxoplasmose wird durch ein obligat intrazelluläres Protozoon Toxoplasma gondii hervorgerufen. (= Einzeller). Die Übertragung erfolgt vor allem durch die Aufnahme kontaminierter Nahrungsmittel oder durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch. Ebenfalls bedeutsam sind Toxoplasmen die über den Katzenkot in den Erdboden gelangen und über ungenügend gewaschenes Gemüse zu einer Infektion führen können.

 

Eine Infektion verläuft beim Erwachsenen in 90 % asymptomatisch, in 10 % zeigen sich Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen, also unspezifische Symptome.Ein Risiko für den Feten besteht nur bei Infektionen in der Schwangerschaft. Nach Schätzungen werden in Deutschland jährlich 1500-3000 Kinder mit in der Schwangerschaft erworbener Toxoplasmose geboren. Der Parasit gelangt über eine Infektion der Plazenta in den fetalen Kreislauf. Eine Infektion  im 1. oder 2. Trimester kann zum Fruchttod führen, eine Infektion im 3. Trimester zeigt zunächst unauffällige Neugeborene.

 

Im Gegensatz zu  Frankreich und Österreich ist in der Bundesrepublik Deutschland keine routinemäßige Untersuchung auf Toxoplasmose vorgeschrieben. Ein unbekannter Immunstatus ist keine Kassenleistung.Die Diagnostik erfolgt im Bluttest und sollte bei initial unauffälligem Test alle 12 Wochen wiederholt werden.

 

Feten mit Toxoplasmose zeigen nur selten sonographische Auffälligkeiten wie Hydrozephalus oder intrazerebrale Verkalkungen.

 

Präventivmaßnahmen:
 

  • Nur gekochte oder gebratene Wurstwaren essen. Eine sichere Abtötung der Toxoplasmen erfolgt bei einer Temperatur von min. 50° C über 20 min.
  • Salat, rohes Gemüse und Früchte vor dem Verzehr gut waschen
  • Bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen
  • Hände nach dem Zubereiten von rohem Fleisch gut waschen
  • Messer, Schneidebrett usw. nach dem Zubereiten von rohem Fleisch gut spülen
  • Damit sich die Katze nicht frisch infiziert nur mit Dosenfutter, gekochtem Fleisch bzw. Trockenfutter füttern. Das Katzenklo sollte durch eine andere Person mit heißem Wasser gereinigt werden
  • Es ist nicht notwendig die Katze während der Schwangerschaft in Pflege zu geben

 
Sollte eine Infektion erfolgt sein, wird unverzüglich mit einer medikamentösen Therapie begonnen, um eine Übertragung auf den Feten zu verhindern.

Vitamine in der Schwangerschaft

Vitamine in der Schwangerschaft

Folsäure 

Ungefähr zwischen 22. Und 28. Schwangerschaftstag werden Gehirn und Rückenmark gebildet und der Rückenmarkskanal muss sich schließen. Hierfür ist eine ausreichende Folsäurezufuhr notwendig. Die wissenschaftlichen Fachgesellschaften empfehlen eine Ergänzung der täglichen Nahrung mit 400 mg Folsäure.

 

Jod 

Im Jodmangelgebiet Deutschland liefert die Nahrung durchschnittlich 125 µg Jod pro Tag, selbst bei der Verwendung von jodiertem Speisesalz. Ein Mangel am Spurenelement Jod kann die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Schwangere sollten daher täglich 200 µg Jod aufnehmen, um den Tagesbedarf von 230 µg pro Tag zu decken.

 

DHA = Docosahexaensäure. 

DHA ist eine essentielle Fettsäure, die der Mensch nur minimal aus ungesättigten Fettsäuren, wie sie im Leinöl oder Rapsöl vorkommen, umwandelt. 

Wissenschaftliche Ergebnisse belegen, dass die frühe und regelmäßige Versorgung mit 200 mg DHA pro Tag in der Schwangerschaft sich auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns und die Sehschärfe auswirkt.

 

Mikronährstoffe für eine gesunde Schwangerschaft und Stillzeit:

 

  • Nährstoff: Folsäure
    Nutzen: Ist das wichtigste Vitamin für Zellteillung und Zellneubildung und fördert so das gesunde Wachstum des Babys
    Menge: 400 µg
  • Nährstoff: Vitamin B1
    Nutzen: Wird für den Kohlenhydratstoffwechsel und die Energieversorgung benötigt.
    Menge: 1,5 mg 
  • Nährstoff: Vitamin B 2
    Nutzen: Ist für den Energiestoffwechsel notwendig
    Menge: 1,8 mg 
  • Nährstoff: Vitamin B6
    Nutzen: Reguliert den Eiweißstoffwechsel, ist an der Zellteilung beteiligt und fördert so ein gesundes Wachstum des Babys.
    Menge: 2,6 mg 
  • Nährstoff: Vitamin B 12
    Nutzen: Ist die Voraussetzung für die Blutbildung und den Aufbau des Empfinungs- und Bewegungssystems.
    Menge: 3,5 µg 
  • Nährstoff: Biotin
    Nutzen: Hält Haut, Haare und Fingernägel gesund und kräftig
    Menge: 150 µg 
  • Nährstoff: Nicotinamid
    Nutzen: Unterstützt die Haut und ihren Schutzfunktionen
    Menge: 18 mg 
  • Nährstoff: Patothenat
    Nutzen: Ist für die Bildung von Funktionsstoffen, z. B. Hormonen, notwendig
    Menge: 6 mg 
  • Nährstoff: Beta Carotin (Provitamin A)
    Nutzen: Schützt Körperzellen und Körpergewebe
    Menge: 2 mg 
  • Nährstoff: Vitamin E
    Nutzen: Schützt Körperzellen und Körpergewebe
    Menge: 14 mg
  • Nährstoff: Vitamin C
    Nutzen: Ist am Aufbau des Bindegewebes beteiligt. Gleichzeitig verbessert es die körpereigene Abwehr und Eisenaufnahme
    Menge: 110 mg
  • Nährstoff: Jod
    Nutzen: Ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das für Wachstums- und Reifeprozesse in der köperlichen und geistigen Entwicklung des Babys schon vor der Geburt, aber auch in der Stillzeit besonders wichtig ist
    Menge: 200 µg

 

2/2005

Welche Impfungen bei Schwangeren

Welche Impfungen bei Schwangeren

Los Angeles - Viele Ärzte schrecken aus Angst vor Komplikationen davor zurück, Schwangere zu impfen. Amerikanische Experten verraten, welche Impfungen ungefährlich sind, und geben Tipps für Problemfälle.

 

Besteht bei einer Schwangeren ein Expositionsrisiko für eine Infektion, die den Föten potenziell schädigt, und liegen ungefährliche Vakzine vor, sollte geimpft werden. Als unproblematisch gelten dabei i.d.R. alle Impfstoffe mit inaktivierten Viren oder Bakterien bzw. Toxoide, schreiben Dr. Denise K. Sur und Kollegen im ?American Family Physician?. Konkret bedeutet das: Tetanus- und Diphterie-, Hepatitis-B-, Influenza-, Meningokokken- und Tollwut-Vakzine sind sicher. Manche werden sogar aktiv empfohlen: Während der Influenzasaison sollte man z. B. alle Schwangeren im zweiten und dritten Trimenon impfen, empfehlen die Autoren, und auch den Tetanusschutz gilt es - falls nötig - zu vervollständigen.

 

Lebendimpfstoffe verboten

 

Im Gegensatz dazu gibt es eine Reihe von Vakzinen, die in der Schwangerschaft kontraindiziert sind ( z. B. alle Lebendimpfstoffe) oder deren Sicherheit nicht nachgewiesen ist. Als kontraindiziert gilt z. B. die Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln oder Varizellen. Es wird sogar empfohlen, nach einer solchen Impfung mit der Konzeption mindestens vier Wochen zu warten. Über die Sicherheit der Pneumokokken-Vakzine liegen derzeit noch so wenig Daten vor, dass man sie in der Schwangerschaft nicht geben sollte. Die Polioimpfung ist nur bei Reisen in Endemiegebiete oder beruflicher Exposition indiziert. Was ist zu tun, wenn eine Frau ohne Kenntnis ihrer Schwangerschaft geimpft wurde? Zwar sollte man die Patientin über mögliche Komplikationen aufklären, doch eine Indikation zum Schwangerschaftsabbruch besteht nicht. 

 

Denise K. Sur al., American Family 

Physician 2003; 68: E299-E309

Stillen macht schlau

Stillen macht schlau

In einer skandinavischen Studie zeigten sich bei Kindern, die weniger als 3 Monate gestillt wurden im Vergleich zu Kindern, die 6 Monate gestillt wurden unterschiedliche Indexwerte bezüglich neuromotorischer und kognitiver Funktionen. Überprüft wurde während des 1. Lebensjahres, nach 13 Monaten und 5 Jahren.

 

Westport 29-08-2001 

Reuters Health

Nackentransparenzmessung

Nackentransparenzmessung

Viele Frauen orientieren sich bei Ihrer Entscheidung für oder gegen eine Pränataldiagnostik nicht mehr allein an der Altersgrenze sondern wünschen eine Klärung des individuellen Risikos für Down Syndrom. Hier hat die Messung der Nackentransparenz (NT) den früheren Triple Test abgelöst. Mit der Kombination der NT Messung und zweier Blutwerte der Mutter kann gefahrlos für das Kind zwischen 12.- und 14. Schwangerschaftswoche eine Abschätzung für chromosomale Störungen mit der genetischen Sonographie durchgeführt werden. Die Nackenfalte beim ungeborenen Kind, die während dieser Messung untersucht wird, entsteht durch eine Flüssigkeitsansammlung zwischen Haut und Weichteilen im Nackenbereich des Kindes.  Mit dieser Methode steht eine Entdeckungsrate von knapp 90 % für Trisomie 21 zur Verfügung.

Zur Durchführung müssen Ärzte eine besondere Ausbildung haben. Sie benötigen für die auf 1/10 mm genaue Messung ein ausreichend auflösendes Ultraschallgerät. Die Frauenärzte im Gewerbepark sind dafür zertifiziert und unterliegen regelmäßigen Qualitätskontrollen. 

3-D-Sonographie

3-D-Sonographie

Vor über 15 Jahren wurde erstmalig über die Anwendung der dreidimensionalen Oberflächendarstellung von Feten berichtet. Die Entwicklung leistungsfähiger Mikroprozessoren in den letzten Jahren hat die 3-D-Sonographie salonfähig gemacht. Sie ist mittlerweile als weiterführendes diagnostisches Verfahren im Rahmen der pränatalen Diagnostik etabliert und ist längst mehr als reines Babyfernsehen. Im Multiplanarmodus werden hier drei Ebenen gleichzeitig abgebildet. Der Untersucher kann so wählen, ob die Köperoberfläche, die Knochen oder die Gefäße dargestellt werden sollen. Die 3-D-Volumen werden digital gespeichert und sind so einer nachträglichen Analyse am Computer zugänglich. Bei Live-3-D-Verfahren wird das Ergebnis in Form eines Filmstreifens dargestellt, wodurch fetale Bewegungen und andere dynamische Vorgänge in Echtzeit dargestellt werden.

Neben hohen Rechnerleistungen setzt die Anwendung gute Kenntnisse und große Erfahrung voraus. Angeboten wird diese Methode bei den Frauenärzten im Gewerbepark.

Zungenbrennen in der Schwangerschaft

Zungenbrennen in der Schwangerschaft

In 40% der Fälle handelt es sich um einen Mangel an Vitaminen des B-Komplexes (Getreide, Hülsenfrüchte, Muskelfleisch. Wird auch im Darm synthetisiert). 

Zungenbrenen kann jedoch oft auch ein erstes Anzeigen für einen Diabetes mellitus oder einer Depression sein, sowie bei Patienten mit einer Alkoholerkrankung auftreten. 

Das Symptom ist immer ernst zu nehmen und stellt eine Herausforderung für den HNO-Arzt dar.

 

(Gyne, Feb. 2005)

Sport und Stillen

Sport und Stillen

Beim Sport wird dem mütterlichen Organismus genauso wie beim Stillen viel Energie entzogen. 

Müssen stillende Mütter also ganz auf körperliche Fitness verzichten, um optimal stillen zu können?

 

Körperliche Ertüchtigung verändert die Zusammensetzung der Milch nicht, vorausgesetzt die Frau ernährt sich entsprechend, um verloren gegangene Nährstoffe wieder zu ersetzen. Auch die produzierte Milchmenge bleibt gleich, wenn entsprechend getrunken wird.

 

Für stillende Mütter, die regelmäßig Sport treiben hat dies ausschließlich positive Effekte: 

Sie erreichen viel früher ihr altes Gewicht und sind weniger anfällig für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Stillen mindert Brustkrebsrisiko

Stillen mindert Brustkrebsrisiko

Entscheidend für die Risikominderung ist die gesamte Stillzeit im Leben einer Frau. Jenny Chang-Claude, Epidemiologin am deutschen Krebsforschungszentrum, hat in Zusammenarbeit mit Krebsforschern der Universitäten Heidelberg, Freiburg und Kiel herausgefunden, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, abhängig von der Gesamtstilldauer im Leben einer Frau gesenkt werden kann. (Cancer, Causes, und Control 2000, Vol. 11, S. 687-695).

 

Mütter, die in ihrem Leben insgesamt 7 - 12 Monate gestillt haben, senkten ihr Brustkrebsrisiko um 14 %, bei einer Gesamtstillzeit von 13 - 24 Monaten sank das Risiko um bis zu 42 %. Die Studie von Chang-Claude kommt zu dem Ergebnis, dass für die Risikominderung die gesamte Zeit, während der eine Frau stillt, entscheidender ist als die Anzahl der gestillten Kinder. Für Frauen, die beim ersten Stillen älter als 25 Jahre waren, ist diese Risikominderung deutlicher erkennbar als bei jüngeren Frauen. Der beobachtete Schutzeffekt des Stillens läßt sich vermutlich auf eine Verminderung der Eisprungszyklen im Leben einer Frau zurückzuführen. Mütter haben also die Möglichkeit, ihr Brustkrebsrisiko selbst positiv zu beeinflussen.Werdende Mütter sollten daher unbedingt zu längerem Stillen angeregt werden, natürlich auch zum Vorteil der Kinder.

Alle Schwangeren zum Diabetes-Check

Alle Schwangeren zum Diabetes-Check

Beim Jahreskongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Aachen wurde ein Antrag erarbeitet, das Screening auf Gestationsdiabetes zwischen der 24. und 28. SSW in die Mutterschaftsrichtlinien aufzunehmen. Derzeit bleiben bis zu 90 % der Gestationsdiabetikerinnen unerkannt. Bei einem Modellprojekt in Regensburg wird durch ein regelhaftes Screening bei bis zu 6 % der Schwangeren ein Diabetes entdeckt.

Risiko bei Gestationsbiabetes - Doppler Ultraschall gibt früh Alarm

Risiko bei Gestationsbiabetes - Doppler Ultraschall gibt früh Alarm

Ein pathologischer Dopplerbefund in der Nabelschnur, sowie in der fetalen Aorta und der fetalen Gehirnarterie signalisieren bei Gestationsdiabetikerinnen ein hohes Risiko für Komplikationen unter der Geburt.

 

Unabhängig davon, ob eine Gestationsdiabetikerin Insulin oder Diät erhält, sind die Feten dann als Risikogeburt anzusehen und zu behandeln, wenn dies ein pathologischer Dopplerbefund signalisiert.

 

J. Repr. Med 2001 

46: 365 - 370

Ringelröteln in der Schwangerschaft

Ringelröteln in der Schwangerschaft

1974 wurde ein bis dahin unbekanntes Virus, ab da als humanes Parvovirus B-19 bezeichnet, entdeckt. 1983 konnte gezeigt werden, daß B19 der Erreger des Erythema infectiosum ist, einer relativ harmlosen Kinderkrankheit, auch als "Fünfte Krankheit" bezeichnet. Es wird u.a. durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege verbreitet. Die Inkubationszeit beträgt 4-14 Tage. Nachweisen läßt sich eine mögliche Infektion durch einen Bluttest. Klinisch zeigt sich im Gesicht das typische Schmetterlingsexanthem verbunden mit Gelenkbeschwerden. Eine Therapie ist hier nicht nötig. 63 % aller Schwangerern haben einen Schutz vor B19. Bei den restlichen kann es in 33% zu einem Virusübertritt durch die Plazenta kommen. Bei diesen dann kommt es in10 % zu Komplikationen. Das Virus infiziert bevorzugt die Vorläuferzellen der Bluzellen, was in einer kindlichen Anämie und die Folge zu einer Wasseranlagerung beim Feten führt und 2-4 Wochen nach der Infektion auftritt. 


Bei diesem Hydrops ist eine spontane Resorption möglich. Die Faktoren, die das jeweilige "Outcome" beeinflussen, sind bislang nicht bekannt. Es werden heute grundsätzlich bei serologischer Bestätigung zunächst über 4 Wochen 1x wöchentlich, dann 8 Wochen zweiwöchentlich Ultraschallkontrollen durchgeführt. Bei Zunahme des Hydrops fetalis erfolgt die Zusammenarbeit mit einem Perinartalzentum, wo eine fetale Bluttransfusion durchgeführt werden kann. Eine Impfung oder andere medikamentöse Therapien stehen derzeit noch nicht zur Verfügung. EineAufnahme von B19 in das Vorsorgeprogramm nach den Mutterschafts-Richtlinien zur frühen Interventionstherapie wäre wünschenswert. 

 

OBG Managment 

November 2000

Schwangereninformationen aus dem Internet

Schwangereninformationen aus dem Internet

Mit Schwangerschaft und Geburt befassen sich im world wide web mehrere 100 auf medizinische Fragen spezialisierte Adressen, davon mehr als ein Dutzend in deutscher Sprache. Häufig ist der Inhalt allerdings fragwürdig. Seit dem 1. März 2001 gibt es nun eine Webside, für die wir Frauenärzte zeichnen, deren Inhalt ständig prüfen und als zuverlässig empfehlen. Unter der Rubrik eumom.com können in über 1500 Seiten rund um die Schwangerschaft und Geburt, Informationen, wichtige Adressen und Links zu anderen Websides erfaßt werden. Diese Informationen sind Ergänzung der Gespräche im Rahmen der ärztlichen Schwangerenvorsorge.

Je länger Kinder gestillt werden, desto unwahrscheinlicher wird ein Übergewicht im Schulalter.

Je länger Kinder gestillt werden, desto unwahrscheinlicher wird ein Übergewicht im Schulalter.

Das ist das Ergebnis der bisher größten Untersuchung von still- und frühkindlichen Ernährungsgewohnheiten im Zusammenhang mit Übergewicht. Die Antwort auf die Frage, was unterscheidet Schulkinder mit Übergewicht von ihren normalgewichtigen Klassenkameraden suchten Prof. Berthold Koletzko von Hauner´schen Kinderspital München und seine Kollegen in den Daten der Schuleingangsuntersuchung in Bayern. 4022 Kinder bekamen nie Muttermilch, davon hatten 4,5% im Vergleich zu 2,8 % der gestillten Kinder. 

 

Deutlich wurde auch der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Dauer des Stillens. Erhebliches Übergewicht war zu diagnostizieren bei 3,8 % der für 2 Monate voll Kinder, bei 2,3 % der 3-5 Monate voll gestillten Kinder, bei 1,7 % der 6-12 Monate voll gestillten Kinder und nur bei 0,8% der 12 Monate voll gestillten Kinder.

Als Grund wird von den Untersuchern angegeben: Flaschenkinder haben ein anderes Eßverhalten, sie seien gewohnt seltener Nahrung zu sich zu nehmen, Muttermilch sei anders zusammengesetzt als Babynahrung und präge den Stoffwechsel des Kindes.

 

Für die Untersucher steht fest: 

Je länger ein Kind gestillt wird, desto größer ist der schlankmachende Effekt der Muttermilch.

Erkrankung

Weniger Brustkrebs mit der Pille

Weniger Brustkrebs mit der Pille

Verhütung mit der Pille senkt das Brustkrebsrisiko. Dies gilt auch für Präparate mit niedriger Östrogendosis. Eine Gruppe um Professor Lothar A. Heinemann aus Berlin hat die Daten der noch laufenden Deutschen Kohortenstudie zur Frauengesundheit analysiert. Von den insgesamt 14 825 Frauen, die in der Studie untersucht wurden, verhüteten 12 519 Studienteilnehmerinnen mit der Pille. 210 Teilnehmerinnen aus dieser Gruppe gaben an, dass sie an einem Mamma-Ca erkrankt sind oder waren. Dagegen kommen auf 2306 Frauen, die keine Pille genommen hatten 98 mit Mamma-Ca. Das Risiko für eine Brustkrebserkrankung ist bei Frauen, die mit der Pille verhüten oder verhütet haben, um 40 % reduziert. Dabei ist die Dauer der Einnahme unerheblich. 

 

November 2005

Brustkrebs durch Verwendung von Deodorants?

Brustkrebs durch Verwendung von Deodorants?

Das Mammakarzinom ist bei Frauen weltweit die häufigste Todesursache. 5 - 10 % aller Mammakarzinome sind genetisch bedingt, aber 90 % haben ihre Ursache in der Lebensführung oder sind durch Umweltfaktoren gedingt. Da die spezifischen krebsauslösenden Faktoren noch unbekannt sind, treffen Erklärungsversuche auf offene Ohren. Starke öffentliche Aufmerksamkeit hat die Hypothese erfahren, dass Brustkrebs durch Achselhöhlenkosmetika ausgelöst werden könnte. Die hauptsächlichen aktiven Bestandteile von Deodorants sind Aluminiumsalze und Konservierungsmittel, vor allem Parabene. Um einen krebserzeugenden Effekt zu  haben müssen sich Chemikalien entweder  an die Erbsubstanz binden oder diese verändern oder Zellwachstum stimulieren. Es wird spekuliert, dass durch das Rasieren der Achselhöhle die Hautbarriere geschwächt wird und so die Aufnahme dieser Chemikalien verbessert wird, wodurch sie besser ins Blut und die Lymphbahnen eindringen können.

Es gibt zur Zeit keine  stichhaltigen Beweise für eine brustkrebsverursachende Wirkung von Deodorants. Es gibt also auch keine Rechtfertigung dafür, in der Öffentlichkeit Besorgnis auszulösen.

Stillen mindert Brustkrebsrisiko

Stillen mindert Brustkrebsrisiko

Entscheidend für die Risikominderung ist die gesamte Stillzeit im Leben einer Frau. Jenny Chang-Claude, Epidemiologin am deutschen Krebsforschungszentrum, hat in Zusammenarbeit mit Krebsforschern der Universitäten Heidelberg, Freiburg und Kiel herausgefunden, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, abhängig von der Gesamtstilldauer im Leben einer Frau gesenkt werden kann. (Cancer, Causes, und Control 2000, Vol. 11, S. 687-695).

 

Mütter, die in ihrem Leben insgesamt 7 - 12 Monate gestillt haben, senkten ihr Brustkrebsrisiko um 14 %, bei einer Gesamtstillzeit von 13 - 24 Monaten sank das Risiko um bis zu 42 %. Die Studie von Chang-Claude kommt zu dem Ergebnis, dass für die Risikominderung die gesamte Zeit, während der eine Frau stillt, entscheidender ist als die Anzahl der gestillten Kinder. Für Frauen, die beim ersten Stillen älter als 25 Jahre waren, ist diese Risikominderung deutlicher erkennbar als bei jüngeren Frauen. Der beobachtete Schutzeffekt des Stillens läßt sich vermutlich auf eine Verminderung der Eisprungszyklen im Leben einer Frau zurückzuführen. Mütter haben also die Möglichkeit, ihr Brustkrebsrisiko selbst positiv zu beeinflussen.Werdende Mütter sollten daher unbedingt zu längerem Stillen angeregt werden, natürlich auch zum Vorteil der Kinder.

Die Rolle der Estrogene bei Brustkrebs

Die Rolle der Estrogene bei Brustkrebs

Estrogene verursachen keinen Krebs. Es gibt kein natürliches körpereigenes Hormon, das eine solche Wirkung ausübt. Estrogenen können aber bereits bestehende Krebsleiden beeinflussen. Sie können das Wachstum der duch Schädigung außer Kontrolle geratenen Zellverbände fördern. 

Die Ergebnisse weltweiter Untersuchungen haben folgende Tatsachen ergeben:

1. Die Einnahme von Estrogenen bis zu 5 Jahren hat keinen Einfluß auf die Brustkrebshäufigkeit. 

2. Bei Einnahme bis zu 30 Jahren ergab bei deutschen Untersuchungen eine leichte Abnahme der Häufigkeit von Brustkrebs. Die Untersuchungen aus den USA sind umstritten, da dort andere und höher dosierte Präparate angewandt werden.

 

Horme, März 2001 

Prof. Dr. med. Christian 

Lauritzen, Ulm

Zervixkarzinom-Screening, Optimierung durch Dünnschicht-Zytologie

Zervixkarzinom-Screening, Optimierung durch Dünnschicht-Zytologie

Der seit den 70er Jahren zur Erkennung der Vorstufen des Zervixkarzinoms eingesetzte Pap-Test hat eine Reihe von Schwächen. Eine weitere Verbesserung dieser erfolgreichen Krebsfrüherkennungsmethode erhofft man sich unter anderem durch modernere zytologische Verfahren, insbesondere durch flüssigkeitsbasierte (Dünnschicht-) Technologien.


Unverzichtbare Grundlagen der Diagnostik ist neben der klinischen Untersuchung mit Kolposkopie die Interpretation eines hochwertigen zytologischen Abstrichs durch erfahrene Zytologen. Häufig sind die Präparate aufgrund von Überlagerungen durch zu hohe Zelldichte, Leukozyten etc. nur schwer interpretierbar. Diese Mängel können durch sorgfältigere Entnahme und optimierte Aufbereitung mit flüssigkeitsbasierter Technik vermieden werden.


Gyn-Depesche, Juni 2004

Seite 16

Chlamydien

Chlamydien

Infektionen mit Chlamydia trachomatis gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten weltweit. In einer seit Ende 2002 laufenden Erhebung des Robert-Koch-Institutes sind Chlamydien die am häufigsten festgestellte sexuell übertragbare Infektion. Studien aus Deutschland belegen außerdem, dass 2,5 bis 10 Prozent der Frauen an einer Chlamydieninfektion leiden.

Die Infektion bleiben oft unerkannt, weil sie bei ca. 80 % der Frauen symptomlos verläuft. Dass Chlamydien schwere Folgeerkrankungen verursachen können (z.B. Becken- und Eileiterentzündungen, Unfruchtbarkeit und chronische Unterleibsbeschwerden), ist wenig bekannt. Deshalb sollten sich Frauen besser über die Infektionsrisiken und das ärztliche Untersuchungsangebot informieren.

Fragen Sie Ihren Frauenarzt

 

Praxis-Newsletter 2006-04

Blasenschwäche

Blasenschwäche

Mit dem Eintreten der Wechseljahre und dem damit verbundenen Hormonmangel kann es auch zu unerwünschten Erscheinungen im Bereich der Scheide und im Harntrakt kommen. Die Schleimhaut wird dünner, trockener und weniger elastisch. Dies führt zur Trockenheit der Scheide sowie zu Juckreiz und Brennen. Es treten Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf, ebenso ist die Infektabwehr in der Scheide vermindert. So können sich Keime vermehren und es kommt zu häufigen Scheiden- und Harnwegsinfektionen. Der Hormonmangel führt darüber hinaus zu Funktionsstörungen der Blase. Die Folgen können eine Reizblase und häufiger Harndrang bis hin zum unfreiwilligen Harnabgang sein.


Um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können, ist es häufig notwendig, eine urodynamische Untersuchung durchführen zu lassen.

 

Fragen Sie bei Bedarf in der Sprechstunde nach.

Osteoporose-Fraktur vorbeugen

Osteoporose-Fraktur vorbeugen

Obwohl rund 40 % der Frauen mindestens eine osteoporose-bedingte Fraktur erleiden, werden in Deutschland lediglich 20% aller Osteoporose-Patientinnen diagnostiziert und adäquat behandelt.

 

Bei rund 30-50 % der Patientinnen mit Hüft- oder Oberschenkelfrakturen bleibt die Gehfähigkeit dauerhaft eingeschränkt. 

Um Ihr Osteoporose-Risiko einschätzen zu können, fragen Sie an der Rezeption nach dem Risikofragebogen.

 

Orthopädiekongress Wiesbaden

Beckenbodensenkung: Wenn der Beckenboden seine Spannung verliert

Beckenbodensenkung: Wenn der Beckenboden seine Spannung verliert

Die Beckenbodenmuskulatur und die umgebenden Bänder funktionieren normalerweise wie eine Hängematte. Sie geben Gebärmutter, Blase, Scheide und anderen Organen den notwendigen Halt. Wenn diese Muskulatur bzw. unterstützende Bänder nachgeben, kann es zu einer Beckenbodensenkung kommen. Die Organe sacken ab und können im schlimmsten Fall vor den Scheideneingang rutschen: der Muttermund wird sichtbar, in schweren Fällen stülpt sich die Scheide vollständig aus.

Eine Beckenbodensenkung kann sich ganz unterschiedlich bemerkbar machen. Typisch sind Druck-, Fremdkörpergefühle sowie Ziehen im Unterleib und Rücken. Weitere Symptome können sein: ungewollter Urinverlust, häufiges Wasserlassen, Harnwegsinfektionen sowie Entzündungen des abgesackten Gewebes durch Scheuern an Ihrer Wäsche.

 

Lange haben Mediziner nach dem optimalen Weg zur Behandlung von Beckenbodensenkungen gesucht. In manchen Fällen helfen Beckenbodengymnastik, hormonelle Behandlungen und andere Therapien. Wenn all diese Ansätze aber ausgeschöpft sind, bleibt eventuell nur ein chirurgischer Eingriff. Eine in Frankreich entwickelte Methode hat jetzt ein neues, in mehreren Studien getestetes Verfahren möglich gemacht, das Ihnen im Gegensatz zu den bisherigen Operationsmethoden eine Heilungschance von fast 95 Prozent bietet und kaum Komplikationen oder Rückfälle verursacht: Die neue PROLIFT-Methode. Beim neuen Prolift-Verfahren übernimmt ein implantiertes Spezialnetz die stützende Funktion der Beckenboden-Muskeln und -Bänder. Es wächst in das Beckenbodengewebe ein und stabilisiert den Beckenboden dadurch wieder. Dabei werden eventuell abgesackte Organe wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht und ein erneutes Absenken wird verhindert. Die Prolift-Methode reduziert die Belastung für Sie auf ein Minimum. Die Implantation wird in Narkose durchgeführt und dauert durchschnittlich nur 60-90 Minuten. Es sind nur einige, wenige Zentimeter große Schnitte erforderlich, die später so gut wie nicht mehr sichtbar sind. Nichts also, was Sie davon abhalten kann, in wenigen Tagen beschwerdefrei in ein neues Leben zu starten.

 

Newsletter 10/2006

Harninkontinenz

Harninkontinenz

Hierzulande sollen mehr Erwachsene Windeln tragen als Kinder. Der Grund: Harninkontinenz. Reizblase und Harninkontinenz sind nicht einfach als unvermeidbare Alterserscheinungen anzusehen. Die hormonelle Umstellung im Klimakterium und in der Postmenopause wirkt sich negativ auf den Urogenitaltrakt aus. Der Flüssigkeitsgehalt des Gewebes geht zurück, die Durchblutung nimmt ab. Im Gegensatz zu früher sprechen heute mehr Frauen das Thema Harninkontinenz offen an. Mit einem einfachen Verfahren kann eine Basisdiagnostik durchgeführt werden. In der gynäkologischen Praxis ist diese urodynamische Untersuchung häufig möglich. Eine anschließende Behandlung führt zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden bei Stress- und Dranginkontinenz. 


Symptome der Reizblase

 

  • häufiger Handrang
  • Gefühl von Restharn nach dem Wasserlassen.
  • Harndrang in der Nacht

 

Im Extremfall erreicht die Frau bei starkem Handrang die Toilette nicht mehr und verliert unkontrolliert Harn Trotz Blasenschwäche sollten Frauen mit Reizblase, Urge- und sogar Streßinkontinenz viel trinken, um die Blase gut durchzuspülen und die Urinmenge zu erhöhen. Pro Tag sollten etwa 2 l Urin ausgeschieden werden. Durch reichlich Flüssigkeitszufuhr werden gleich mehrere Ziele erreicht: Die Drangsymptomatik wird gemildert und die Blasenkapazität wird erhöht. Am Vormittag darf viel getrunken werden, abends sollte es weniger sein. Dann stört auch kein nächtlicher Handrang den Schlaf. 

 

Zur weiteren Diagnostik fragen Sie Ihren Frauenarzt. 

 

März 2004

Prämenstruelles Syndrom

Prämenstruelles Syndrom

Bis zu 75 % aller Frauen im fertilen Alter sind von prämenstruellen Symptomen betroffen. Etwa 25 % der Frauen haben ein prämenstruelles Syndrom ( PMS). Zwar ist die Äthiologie des PMS noch ungeklärt, doch betrachtet man den Zeitpunkt des Beginns und den Ablauf der PMS-Symptomatik, handelt es sich um eine hormonabhängige Störung: PMS-Symptome treten zyklusabhängig und ausschließlich in der zweiten Zyklushälfte auf. Die PMS-Symptomatik lässt sich in 2 Bereiche unterteilen: physische und psychische Beschwerden. 


Physische Symptome

 

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Aufgedunsensein
  • Brustspannen
  • Akne
  • Hitzewallungen
  • Ödeme/Schwellungen
  • Kopfschmerz
  • Schwindelgefühl
  • Blähbauch/Völlegefühl/Verstopfung 

 

Psychische Symptome

 

  • Reizbarkeit
  • Ängstlichkeit/Angespanntsein
  • Stimmungslabilität
  • Depressionen
  • Heisshunger/Essattacken
  • Appetitsteigerung
  • Übersensibilität
  • Wutausbrüche
  • Absonderung/Isolation
  • Vergesslichkeit
  • Konzentrationsschwäche

 

Treten bei Ihnen Beschwerden auf, fragen Sie ihren Gynäkologen

Rosenberg et al., amerikanisches J. Obstet Gynecol 1998, 179. Februar 2004

 

 

 

Osteoporose - Nicht unterschätzen

Osteoporose - Nicht unterschätzen

In Deutschland kommt es jährlich zu über 100.000 hüftgelenksnahen Frakturen die am ehesten der Osteoporose anzulasten sind. Die Lebensqualität der operierten Patienten ist stark eingeschränkt. Die Ängste vor einem weiteren Sturz sitzt tief, oft reagieren diese Menschen mit Immobilität und sozialen Rückzug. 

 

In wissenschaftlicher Hinsicht hat die Erkrankung und ihre Therapie den Sprung in die "evidence-based-medicine" in die A-Klassifikation geschafft. Zielkriterien sind Frakturrate und Knochendichte.

 

Fragen Sie ihren Frauenarzt.

Allgemeines

Info zur HPV-Impfung

Info zur HPV-Impfung

Sollte sich eine HPV-positive Patientin impfen lassen? 

Ja, eine Patientin, die HPV Typ 16 oder 18  infiziert ist, kann durch die Impfung geschützt werden  gegen den jeweils anderen HPV-Typ und wenn sie aufgrund des natürlichen Verlaufes oder der Therapie den aktuellen HPV-Typ wieder verliert.Dann ist sie gegen Neuinfektionen geschützt. 

 

Muss  vor der Impfung ein HPV-Test gemacht werden? 

Nein, auch eine  Frau, die bereits infiziert ist,  kann gefahrlos geimpft werden 

 

Ist eine Impfung als Therapie gegen bestehende HPV-Infektion geeignet? 

Nein, die Impfung hat keinen Einfluss auf eine bereits bestehende Infektion. Sie wirkt nur gegen Neuinfektionen

 

Muss die Impfung aufgefrischt werden? 

Ob und wann nachgeimpft werden muss weiß man im Moment noch nicht. Es laufen  Studien dazu, die Ergebnisse werden Ihrem Frauenarzt rechtzeitig vorliegen.

 

Wenn nach der 2. Impfung eine Schwangerschaft eintritt, besteht dann Gefahr für das Kind? Wann kann die 3. Impfung  erfolgen? 

Grundsätzlich sollten Impfungen während einer Schwangerschaft unterbleiben.  Sollte in Unkenntnis der Schwangerschaft  geimpft worden sein, so ist bis heute keine Gefahr für Mutter und Kind feststellbar gewesen. Die 3. Impfung kann nach der Schwangerschaft verabreicht werden, denn  die empfohlenen Abstände sind Mindestabstände. 

 

Ist eine Impfung für eine 50jährige Patientin noch empfehlenswert? 

Jede Impfung lohnt sich, wenn der  Nutzen den Schaden (hier Nebenwirkungen) überwiegt. Da bei älteren Frauen der statistische Nutzen geringer wird (individuell sieht das anders aus),  aber die Nebenwirkungen minimal sind, lohnt sich auch eine Impfung für ältere Frauen. Dies ist eine medizinische Sichtweise, keine ökonomische.                    

 

Praxis-News-Letter 2009/07

Weniger Regelschmerz durch Stressvermeidung

Weniger Regelschmerz durch Stressvermeidung

Immer mehr Studien belegen Zusammenhänge zwischen Stress und Problemen während der Schwangerschaft, wie beispielsweise Frühgeburtlichkeit. Eine US-amerikanische Untersuchung zeigt nun: Der negative Einfluss ist nicht nur auf die Gravidität beschränkt. 

 

In der Studie konnte eine Arbeitsgruppe eine Assoziation zwischen Regelschmerzen und Stress ermitteln. Die menstruellen Beschwerden traten häufiger auf bei Frauen, die mittlere oder hohe Stresslevel erreichten. Während von Frauen mit geringem Stress nur 22% eine schmerzhafte Regel hatten, betrug der Anteil bei moderatem Stress 29% und bei ausgeprägtem Stress 44%. Des Weiteren schien die Zyklusphase, in welcher der Stress auftrat, eine Rolle zu spielen: Beschränkte er sich auf die ersten zwei Wochen, hatten - im Vergleich zu den Frauen mit geringem Stresslevel - etwa doppelt so viele Frauen mit mittlerem und hohem Stresslevel schmerzhafte Blutungen. Hielt die psychosoziale Belastung während des gesamten Zyklus an, waren die gestressten Frauen sogar etwa sechsmal häufiger betroffen. 

 

Die Autoren vermuten, dass das Auftreten der Schmerzen nicht nur von externen Faktoren wie dem Stress, sonder auch von der individuellen Anfälligkeit gegenüber diesen Faktoren abhängt. Frauen mit schmerzhalften Regelblutungen empfehlen sie ein gezieltes Stress-Vermeidungsprogramm. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Occupational and Environmental Medicine publiziert. 

 

September 2005

Hormonersatztherapie schützt die Zähne

Hormonersatztherapie schützt die Zähne

Spanische Wissenschaftler haben in einer Studie gezeigt, dass eine Hormonersatztherapie zu signifikanten Verbesserungen peridontaler Beschwerden führt.

 

Viele postmenopausale Frauen leiden aufgrund der verminderten Östrogenproduktion an peridontalen Problemen wie etwa Zahnfleischrückgang, Schmerzen, Zahnmobilität und Alveolartaschenbildung. Dies veranlasste das Team von Dr. Iglesias an der Universität von Salamanca herauszufinden, ob diese Symptome bei Frauen, die Hormoneratztherapie erhalten, vermindert auftreten.

 

Es zeigte sich, dass die Hormoneratztherapie eine protektive Wirkung auf Zahnschmerzen hatte und dass die Zahnmobilität und Tiefe der Alveolartaschen verringerte. Der Zahnfleischrückgang wurde durch die Hormongabe nicht beenflusst.

Frühere Studien hatten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen vermehrtem Knochenabbau und der Menopause und Zahnverlust hingewiesen. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung waren diesbezüglich statistisch nicht signifikant.

 

Als möglichen Grund für die positiven peridontalen Auswirkungen der Hormontherapie nannten die Forscher die Präsenz von Östrogen-Rezeptoren im Zahnfleisch und in der Wurzelhaut. Außerdem wiesen sie darauf hin, dass die meisten Patientinnen, die auf eine Hormonersatztherapie ansprechen, solche Rezeptoren in der Mundschleimhaut aufweisen. Somit könnte eventuell der Nachweis von Rezeptoren in der Mundschleimhaut die Patientinnen identifizieren, die von dieser Therapie profitieren.

 

Quelle: Nach Info Medicina oral 2005/04

Das "grüne" Rezept

Das "grüne" Rezept

Seit 2004 gibt es eine Vielzahl nicht mehr verschreibungspflichtiger Medikamente nach dem GKV-Modernisierungsgesetz. Ist es nun nötig rezeptfreie Arzneimittel für eine bestimmte Therapie anzuwenden, so geschieht dies auch weiterhin mit kompetenter Empfehlung auf einem vom Apothekerverband entwickelten "grünen Rezept". Es dient der Verordnung nicht erstattungsfähiger, aber wirksamer, sinnvoller und notwendiger Medikamente.

 

Praxis-News-Letter April 2004

Rauchen verzögert die Konzeption

Rauchen verzögert die Konzeption

Hohe Spiegel des Nikotinmetaboliten Cotinin verringern nicht nur die Spermienmobilität, sondern auch die Befruchtungsfähigkeit von Eizellen, indem die Steroidgenese in den Granulaszellen gehemmt wird. Auch wird die Aktivität der Schleimhaut in den Eileitern beim Eitransport behindert. Dabei handelt es sich um einen akuten toxischen Effekt. Bei Ex-Rauchern ist die Fertilität nämlich nicht eingeschränkt. Die konzeptionsverzögernde Wirkung von Nikotin ist dabei dosisabhängig. Daher ist Nikotinverzicht bei dringendem Kinderwunsch ratsam.

 

Hull Metal: 

Fertility and Sterility 74 (2000)4 

725-733

Herbst-Zeit = Beauty-Zeit

Herbst-Zeit = Beauty-Zeit

Herbst- und Wintermonate bieten sich infolge der Lichtschwäche (geringe UV-Einstrahlung) besonders für die Lasertherapie zur dauerhaften Entfernung unerwünschten Haarwuchses, sowie Entfernung von Besenreiser- Varizen an.

Auch für die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure ist  die lichtschwächere Jahreszeit besonders geeignet, um die Haut wieder zu glätten und den Verlust des körpereigenen Hyalurons auf natürliche Art auszugleichen.

Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an.

Rauchen macht dumm!

Rauchen macht dumm!

LONDON- Raucher, die mehr als 20 Zigaretten täglich qualmen, müssen damit rechnen, dass ihr Gedächtnis frühzeitig nachlässt. Das fanden britische Forscher anhand einer Kohortenstudie mit Probanden im Alter zwischen 43 und 53 Jahren heraus. Nikotinfreunde schnitten dabei in Tests zur Spracherinnerung und schnellen visuellen Suchfähigkeit durchweg schlechter ab als Nichtraucher.

 

Marcus Richards et al., American 

Journal of Public Health 2003, 93, 

994,998

Wenig Östrogen ist schlecht für das Gehirn

Wenig Östrogen ist schlecht für das Gehirn

Neue Erkenntnisse sprechen für einen Schutzeffekt der weiblichen Geschlechtshormone. 

Amerikanische Wissenschaftler haben deutliche Hinweise dafür gesammelt, dass das weibliche Geschlechtshormon Nervenzellen im Gehirn schützt. Bei Östrogenmangel fällt die Produktion des Nervenbotenstoffes Dopamin ab. 

Ohne Dopamin kommt es zum Morbus Parkinson. Östrogen schützt also Gehirnzellen.

 

Gyn 17, Nr. 3/2001 S.37

Sollen Östrogen-Gestagen-Anwendungen nach der Menopause länger als 10 Jahre eingenommen werden?

Sollen Östrogen-Gestagen-Anwendungen nach der Menopause länger als 10 Jahre eingenommen werden?

Man verhindert mit einer Anwendung über 10 Jahre pro 1000 Frauen
 

  • 60 Herzinfarkte, davon 30 tödlich
  • 12 Schlaganfälle
  • 7 Oberschenkelhalsbrüche
  • 45% der Dickdarmkarzinome
  • 50% Gebärmutterschleimhautkrebs
  • 50% Eierstockkrebs

 
Gyn 12/2000 Dr. H. U. Feldmann, Essen

Nahrungsmittel mit einem hohen Eisengehalt

Nahrungsmittel mit einem hohen Eisengehalt

Eisen: mg/100g 

  • Petersilie 3,3
  • Feldsalat 2,0
  • Spinat 3,5
  • Sojabohnen (im Glas) 2,9
  • Sojamehl 12,1
  • Sesam-Samen 10,0
  • dicke Bohnen 10,0
  • weiße Bohnen 6,0
  • Linsen 6,9
  • Haferflocken 3,6
  • Weizenkeime 8,1
  • Weizenkleie 3,6
  • Roggenvollkornbrot 3,3
  • Knäckebrot 4,7
  • Bierhefe, getrocknet 7,6
  • Sonnenblumenkerne 6,3
  • Haselnüsse o.Sch.  3,8
  • Pistazien  7,3

 

Die Ausnutzung des Eisens aus pflanzlichen Lebensmitteln ist geringer als die aus tierischen Nahrungsmitteln.

 

Sie kann durch gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C verbessert werden! (z.B. ein Glas Orangensaft zum Essen!)

 

Bei gleichzeitiger Aufnahme von Calcium und Gerbsäure (Milchprodukte und schwarzer Tee) wird die Eisenresorption aus der Nahrung vermindert.

 

Es sind in der Schwangerschaft etwa 25 mg elementares Eisen täglich erforderlich.

 

200201 KFG 4 S. 84

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